Studentischer Arbeitskreis Ernährungökologie lädt zu Brunch ein

Sozializing mit leckerem und öko-fairem Essen.

Sozializing mit leckerem und öko-fairem Essen.

Zu Beginn jedes Semesters lädt der Studentische Arbeitskreis Ernährungsökologie zum Brunch ein. Auch jetzt freuten sich rund 30 Besucher über die vegetarischen und veganen Köstlichkeiten in der Alten Universitätsbibliothek in der Fachschaft des Fachbereichs 09.

„Die Studentenbewegung im Iran war schon immer eine der stärksten Kräfte in der Forderung nach Demokratie. Aber das Regime verfolgt, unterdrückt und misshandelt systematisch Studierende, die auf ihre Grundrechte bestehen“, berichtet Giv, ein internationaler Student aus dem Iran. Der Arbeitskreis Ernährungsökologie hat ihn eingeladen, um mehr über die Menschenrechtslage im Iran zu erfahren. Was aber hat das Thema mit Ernährung zu tun? „Eine gute Regierungsführung, wie sie im Iran derzeit nicht existiert, bildet die Grundlage für Ernährungssicherheit“, weiß Uta Schmidt, die sich seit knapp vier Jahren im Arbeitskreis engagiert.

Der Begriff der Ernährungsökologie ist weit gefasst, denn es geht nicht nur um die Beziehungen zwischen Ernährung und Umwelt, die Disziplin nimmt auch wirtschaftliche, gesundheitliche und soziale Aspekte in den Blick. Deutlicher wird das beim Anblick des Buffets: Sei es Käse, Salat oder die verschiedenen Brotaufstriche, alles stammt aus biologischem Anbau, größtenteils aus der Region und ist fair gehandelt. „Wir berücksichtigen die Grundsätze der nachhaltigen Ernährung“, erklärt Lisa Sonnenburg, „um die Umwelt zu schonen und um soziale Gerechtigkeit zu fördern.“ Aus etwa sieben bis zehn Studierenden verschiedener Fachrichtungen setzt sich der Arbeitskreis zusammen. Er organisiert Vorträge zu Themen, die in den Vorlesungen keinen Raum finden, bietet Exkursionen an und eröffnet Möglichkeiten, neue Ideen umzusetzen. „Mit dem Brunch wollen wir uns und unsere Aktivitäten in diesem Semester vorstellen, Leute anregen, mitzumachen und natürlich eine gute Zeit miteinander verbringen“, sagt Uta Schmidt. Die bunt zusammengestellten Sofas sind voll besetzt, die Teller gefüllt. Die Frühlingssonne scheint durch die Fenster. Während die einen in Gespräche vertieft sind, wandern die anderen nochmals zum Buffet.

e-ök brunch 2Daniela und Claudio studieren Ökotrophologie und sind zum zweiten Mal dabei. „Ich finde super, dass das Buffet nachhaltig, vegan-vegetarisch, fair und bio ist. Das findet man nicht so oft. Es gibt eine Riesenauswahl und es ist unglaublich lecker. Ich bekomme hier immer Ideen für neue Rezepte“, sagt Daniela, der die vegane Leberwurst ziemlich gut geschmeckt hat.

Für dieses Semester ist zusammen mit Greenpeace und Attac eine Filmreihe geplant. Unter anderem wird „More than Honey“ zu sehen sein. Ein weiteres Ziel ist die Etablierung des Veggie-Days in Gießen: Großküchen, Restaurants und Cafés sollen an einem Tag in der Woche, am Donnerstag, eine vegetarische Alternative anbieten und diese auch bewerben. Lisa Sonnenburg erklärt: „Die Bevölkerung soll dafür sensibilisiert werden, dass eine vegetarische Ernährung im Gegensatz zum Fleischkonsum Treibhausgase einspart und weniger Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht oder Herzinfarkte hervorruft.“ Hierzu soll auch die Kooperation mit anderen lokalen Gruppen ausgebaut werden. Karoline Kickler von Greenpeace freut sich über die Zusammenarbeit und hofft auf noch mehr Resonanz der Studierenden. „Der Veggie Day für Gießen steckt derzeit noch absolut in den Kinderschuhen, umso besser ist es also, je mehr Gruppen sich uns anschließen, damit letztlich auch etwas erreicht werden kann.“

Außerdem können sich Studierende für ein zweitägiges Wasserseminar anmelden. „Wasserprivatisierung steht ja momentan stark im Diskurs. Unsere Veranstaltung passt da gut hinein“, sagt Lisa Sonnenburg. „Außerdem haben wir letztes Jahr drei Kochkurse angeboten und so viele Anmeldungen bekommen, dass es die Kurse dieses Semester wieder geben wird.“ So ist der Gaumenschmaus für den nächsten Brunch schon sicher.

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