Globale Mittelhessen – ab dem 22. Januar werden globalisierungskritische Filme gezeigt

Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer_innen wäre es nicht möglich, die Globale auf die Beine zu stellen.

Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer_innen wäre es nicht möglich, die Globale auf die Beine zu stellen.

„Unser Anspruch ist es, über den eigenen eurozentristisch geprägten Tellerrand hinauszuschauen und andere Perspektiven sichtbar zu machen.“ sagt Manuel Kästner über die Motivation, die Globale Mittelhessen zu organisieren, die nach zwei Jahren Pause nun zum sechsten Mal stattfindet. „Wir verschaffen den sogenannten „Verlierern der Globalisierung“ eine Plattform und fragen mit dem Publikum gemeinsam, was wir tun können, um die Welt gerechter zu gestalten.“

Vom 22. Januar bis zum 4. Februar werden in Gießen, Wetzlar, Heuchelheim, Marburg, Weilburg, Gladenbach und Saasen über 30 Dokumentarfilme gezeigt, die sich kritisch mit Themenschwerpunkten wie „Umwelt und Ressourcen“, „Migration“, „Wirtschaft und Gesellschaft“ oder „Menschenrechte“ beschäftigen. Die Veranstaltenden, darunter der Bildungsverein Motivés, Weltläden und attac-Gruppen aus Gießen, Wetzlar und Marburg und viele Einzelpersonen, haben es zudem geschafft, über 20 Filmschaffende und Fachreferenten für die anschließenden Diskussionen einzuladen.

Im Film Agorá geht es um die Eurokrise aus griechischer Sicht.

Im Film Agorá geht es um die Eurokrise aus griechischer Sicht.

So geht es beispielsweise im Film „Agorá – Von der Demokratie zum Markt“ um die Folgen der Austeritätspolitik aus griechischer Sicht. „Angesichts der verzerrten deutschen Berichtserstattung über die Eurokrise ein sehr interessanter Film“, sagt Kästner. Der Film, der am 25. Januar um 20:30 Uhr im Jokus zu sehen sein wird, begleitete die Auswirkungen der Krise vier Jahre lang. Fabian Georgie von der Universität Marburg wird als Fachreferent im Anschluss das Gesehene mit der aktuellen Situation in Griechenland in Bezug setzen.

Money in Minutes: Der Film handelt von der Industrie, die von den Bargeldtransfers von MigrantInnen profitiert.

Money in Minutes: Der Film handelt von der Industrie, die von den Bargeldtransfers von MigrantInnen profitiert.

Ein anderer Film beleuchtet die Rolle von Finanzunternehmen, die internationale Arbeitsmigration als Profitquelle nutzen. „Money in Minutes“ läuft am 28. Januar um 20:30 Uhr im Jokus und beschäftigt sich mit dem überteuerten Service des Transfers von Bargeld, auf den MigrantInnen häufig zurückgreifen müssen, um ihre Angehörige in den Herkunftsländern zu unterstützen. Dabei werden die Strategien und die Logistik einer bislang unterbelichteten Industrie aufgezeigt.

The True Cost zeigt die "wahren Kosten" der Textilproduktion.

The True Cost zeigt die „wahren Kosten“ der Textilproduktion.

„The True Cost“ behandelt die Auswirkungen der Textilproduktion und läuft am 24. Januar um 20:30 Uhr im Jokus. Im Film werden die Orte in Bangladesh und Pakistan besucht, wo Textilfabriken gebrannt und Unfälle stattgefunden haben. Der Verein Motivés zeigt den Film außerdem am 25. Januar um 10 Uhr im Rahmen des Schulkinos.

„Das Festival finanziert sich dieses Jahr zum größten Teil aus Bundes- und Landesmitteln und entwicklungspolitischen Fördertöpfen. Darüber hinaus müssen wir aber auch einen großen Eigenanteil erbringen“, erzählt Kästner. Ein Veranstaltung kostet daher vier bzw. ermäßigt drei Euro. Kästner freut sich über die vielen helfenden Hände, die es möglich gemacht haben, das Festival auf die Beine zu stellen. „Die Globale Mittelhessen ist ein Mitmach-Festival. Ein Jahr lang hat eine Gruppe von gut 15 Personen das Festival vorbereitet und jetzt kurz bevor es losgeht kommen noch zahlreiche Helfer und Helferinnen hinzu, die bei der Durchführung mit anpacken.“

Das vollständige Programm gibt es hier.

permanenter Link

 

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