Critical Mass schon im Mai mit über 200 Leuten

Mit so vielen Leuten muss nicht mehr der Radweg, sondern darf die ganze Fahrbahn genutzt werden.

Mit so vielen Leuten muss nicht mehr der Radweg, sondern darf die ganze Fahrbahn genutzt werden.

Das Wetter ist gut geworden und Fahrradfahren macht wieder Spaß. Das zeigte auch die Masse an Leuten, die diesen Donnerstag bei der „Critical Mass“ mitgefahren sind. Die Aktionsform will auf den Radverkehr als nachhaltigen Individualverkehr aufmerksam machen und findet in vielen Städten regelmäßig statt. Neben umweltverträglicher Mobilität geht es auch um mehr Rücksicht auf den Straßen und um eine menschenfreundliche Stadtentwicklung.

CriticalMass06Die Veranstaltung findet in Gießen jeden ersten Donnerstag im Monat statt. Hierzu treffen sich die Fahrradfreund_innen um 19 Uhr vor dem Uni-Hauptgebäude. Ab 16 Radfahrer_innen darf die gesamte Fahrbahn benutzt werden, dann gilt man nämlich laut Straßenverkehrsordnung als geschlossener Verband. Die Fahrt geht los. Hier und da ertönt Musik, ein paar Leute haben Boxen dabei. Das Tempo ist gemütlich, so dass alle mitkommen. „Es gibt nichts Schöneres als bei gutem Wetter mit Freunden Fahrrad zu fahren und dabei auch noch ein Zeichen für das Fahrradfahren zu setzen“, sagt einer der Mitradelnden.

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„Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr“, das Motto der Critical Mass.

CriticalMass05Einer anderen Fahrradfahrerin fällt auf, „dass die Autofahrer heute alle so nett sind. Das liegt bestimmt am Feiertag.“ Auf die Frage, warum sie dabei ist, sagt sie: „Es ist schön, dass man das darf, in so einer großen Gruppe nebeneinander zu fahren!“ Heute sind besonders viele Menschen dabei. Nils Seipel, der der Veranstaltung regelmäßig beiwohnt, zählt über 200 Personen. „Das sind so viele wie letztes Jahr zu Hochzeiten im Sommer.“ Welcher Weg gefahren wird, dass kann jede_r bestimmen, indem er oder sie einfach an den Anfang fährt. Aber wie erfahren die Leute von der Veranstaltung, wo es doch keinen offiziellen Organisator gibt? „Mittlerweile hat sich das Event etabliert. Die Leute kennen es, sei es durch Sticker, die an Laternen kleben oder über soziale Medien. Ich glaube das meiste läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda, ob nun analog oder digital.“ Auch dafür, warum es so gut ankommt, hat Seipel eine Erklärung: „Im Gegensatz zu vielem, was in der Ökologiebewegung passiert, reden wir nicht über Verzicht. Wir sagen nicht ‚fahrt kein Auto‘, wir sagen nur, Fahrrad fahren ist großartig.“

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Eine Antwort

  1. Ursula Obrocki | Antwort

    gefällt mir sehr sehr gut

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