Stadtgarten zum Mitmachen auf dem Samen-Hahn-Gelände

Hier entsteht ein Ort der Begegnung, wo alle die wollen, partizipieren können.

Hier entsteht ein Ort der Begegnung, wo alle die wollen, partizipieren können.

„Wir wollen einen Ort mitten in der Stadt schaffen, wo sich Menschen gerne treffen und aufhalten, ohne Konsumzwang“, sagt eine der rund 20 Personen, die am Mittwochabend gerade dabei sind, jede Menge Pflanzkübel und selbstgebaute Sitzgelegenheiten auf das Samen-Hahn-Gelände an der Kreuzung Bahnhofstraße / Reichensand zu stellen. Aus einer kleinen Box schallt fröhliche Musik. Bereits seit mehreren Wochen weist ein Schild darauf hin, was auf der Brachfläche Schritt für Schritt entstehen soll: Ein „Stadtgarten zum Mitmachen“. „Es ist eine indirekte Aufforderung, die Stadt, in der wir leben, zu nutzen und zu gestalten.“ Man könne einfach her kommen und „abhängen“ oder auch aktiv ein paar Pflanzen dazu stellen oder sie hin und wieder mal gießen. „Bisher kam uns das feuchte Wetter ja entgegen, langfristig ist aber geplant, ein Regensammelbecken zu bauen, damit es Wasser zum Gießen hier vor Ort gibt.“

"Saubequem" sollen die Möbel aus alten Paletten sein. Das "Sofa" hat sogar eine seitliche Ablagefläche für Getränke.

„Saubequem“ sollen die Möbel aus alten Paletten sein. Das „Sofa“ hat sogar eine seitliche Ablagefläche für Getränke.

Da es sich um ein Privatgelände handelt und sich die Aktion somit in einer rechtlichen Grauzone befindet, möchte niemand der Beteiligten, die sich vor allem über soziale Medien vernetzen, namentlich genannt werden. „Ich würde mich freuen, wenn mit der Zeit immer mehr Menschen mitmachen und hoffentlich nicht nur Studierende.“ An die Anwohner_innen seien Flugblätter verteilt worden, um sie zu informieren und einzuladen.

vorher...

vorher…

Was ist das Spezielle an solch einem Ort? Warum nicht an den Schwanenteich gehen oder vor dem Uni-Hauptgebäude sitzen? „Es ist in der Innenstadt!“, sagt eine Person, die es sich auf den Palettenmöbeln bequem gemacht hat. „Der Ort ist nicht kommerziell, offen für jeden und das zu jeder Tageszeit.“ Eine andere Frau betont das Gärtnern, das damit zurück in die Stadt gebracht werde.

...nachher

…nachher

Das Ereignis sorgt für Aufmerksamkeit. Passant_innen oder Radfahrende bleiben stehen und schauen zu. Viele kennen sich. Die, die sich nicht kennen, werden eingeladen. „Kommt einfach dazu!“, ruft jemand rüber und weiht die Interessierten in das Geschehen ein. Es wird sich zeigen, ob der Ort von einem größeren Personenkreis angenommen wird. Immerhin ist die Aussage der Schilder eindeutig, mitmachen ist erwünscht!

 

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