Das Hanflabyrinth 2016 in der Nähe des Launsbacher Sees ist eröffnet!

Am Eingang bekommen alle Besucher_innen fünf Murmeln, die sie im Glückbarometer verteilen dürfen. Den meisten ist "Gesundheit" am wichtigsten.

Am Eingang bekommen alle Besucher_innen fünf Murmeln, die sie im Glückbarometer verteilen dürfen. Den meisten ist „Gesundheit“ am wichtigsten.

Vom 26. Juni bis zum 2. Oktober 2016 können Neugierige den Weg durch das Labyrinth suchen und dabei jede Menge zu den Grenzen des Wachstums lernen. Begleitet wird der Erlebnisparcours von Konzerten, Filmvorführungen oder Theaterveranstaltungen, die jeweils an den Wochenenden auf der „Grünen Bühne“ stattfinden.

Gemütliches Abhängen in der Chill-Area.

Gemütliches Abhängen in der Chill-Area.

Vor den Toren des Hanflabyrinths stehen jede Menge Fahrräder. Das Wetter macht die Eröffnung des Labyrinths zum perfekten Sonntagsausflug. Leute stellen Essen auf den Tisch. Zur Eröffnung gibt es ein Mitbring-Buffet. „Es ist eine ganz tolle Atmosphäre hier“, schwärmt eine Besucherin, während im Hintergrund mit Gitarre Musik gemacht wird, Leute es sich auf Strohballen oder Bierbänken gemütlich gemacht haben oder in einer von drei Hängematten „abhängen“. Nach einer kulinarischen Stärkung machen sich jene, die noch nicht drin waren, auf den Weg durch das Labyrinth.

Los geht's!

Los geht’s!

Zum dritten Mal veranstaltet der Bildungsverein Motivés e. V. den interaktiven Bildungsparcours. „Das Thema ist das gleiche wie letztes Jahr in Niederweimar, allerdings haben wir fast alle Tafeln überarbeitet und einige Elemente verändert“, sagt Manuel Kästner vom Organisationsteam. Auf einer Fläche von 1,8 Hektar kann man sich auf einem Weg von etwas mehr als einem Kilometer durch ein Feld von Hanfpflanzen schlängeln und an insgesamt neun Stationen erfahren, wie es um die ökologische Tragfähigkeit des Planeten steht, was Wirtschaftswachstum bedeutet und was der westliche Lebensstil damit zu tun hat. „Der Spaziergang durchs Hanffeld soll aber gleichermaßen auch zum nachdenken anregen: Was ist für mich wichtig? Was macht mich glücklich? Und wie möchte ich mein Leben gestalten?“, sagt Thorsten Renz, ebenfalls vom Orgateam. Dass dabei die Hanfpflanze und nicht etwas Mais gewählt wurde, ist kein Zufall. „Hanf ist ein schnell wachsender vielseitig nutzbarer Rohstoff, der aufgrund der Verdrängung und des Verbots aus unserem Bewusstsein verschwunden ist. Dabei bindet er beispielsweise in seiner Wachstumsphase mehr CO2 als andere landwirtschaftliche Nutzpflanzen.“ Das unbeständige Wetter habe allerdings ein paar Probleme gemacht. „Gestern mussten wir alle Wege noch mit Stroh auslegen. Wir sind außerdem froh, dass nach dem ganzen Regen die ganze Technik funktioniert, insbesondere die Audio-Stationen.“ Auch der Hanf ist dieses Jahr ungleichmäßig gewachsen ist. Das tut dem Erlebnis aber keinen Abbruch. Zwei Personen sind am Ziel angelangt. Sie hatten über soziale Medien von der Veranstaltung erfahren. „Es war wirklich interessant. Ich wusste zum Beispiel nicht, wofür wir so große Mengen an Sand verbrauchen“. Die zweite Person stimmt zu und betont: „Gefallen haben mir auch die Fragen, die den Weg weiter weisen. Ich habe keine richtig beantwortet.“ Sie lacht. Zeit nehmen sollte man sich für den Parcours allerdings schon, insbesondere, wenn man alle Stationen durcharbeiten möchte. „Nach der Hälfte wird es etwas zäh“, meint jemand Anderes.

Thorsten Renz hat die Wege durch das Labyrinth auf dem Computer konzipiert.

Thorsten Renz hat die Wege durch das Labyrinth auf dem Computer konzipiert.

Die geodätische Kuppel aus recyceltem Material: gebaut aus alten Lattenrosten

Die geodätische Kuppel aus recyceltem Material: gebaut aus alten Lattenrosten

Der Bildungsparcours richtet sich an alle, von Schüler_innen über Studierende bis hin zu Familien, wobei es für kleine Kinder wohl eher um das Erlebnis als um die Informationen gehen wird. Der Eintritt kostet 1 bis 3 Euro. Geplant sind außerdem 25 Schulklassenführungen, für die sich Lehrer_innen anmelden können. Geöffnet ist das Hanflabyrinth außerhalb der Ferienzeit jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr und während der Ferien (18.7. bis 26.8.) Donnerstags bis Sonntags um die gleiche Zeit. Das Rahmenprogramm gibt es hier.

Am Ende das Tages waren rund 200 Personen da. Die Veranstalter_innen zufrieden und freuen sich auf die kommenden drei Monate.

Aus Hanf können Lebensmittel, Textil- und Papierprodukte hergestellt werden. Die Pflanze kommt ohne Düngemittel aus.

Aus Hanf können Lebensmittel, Textil- und Papierprodukte hergestellt werden. Die Pflanze kommt ohne Düngemittel aus.

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