KANTINE präsentiert Ergebnisse

Nils Seipel (links) und Johannes Schmid stellen vor, was sich in den sechs Wochen KANTINE getan hat.

Nils Seipel (links) und Johannes Schmid stellen vor, was sich in den sechs Wochen KANTINE getan hat. Hinter ihnen: Die drei Türme mit den gesammelten Visionen.

Was ist passiert in den sechs Wochen des temporären Begegnungszentrums in der Bahnhofstraße, in dem Impulse gesetzt werden sollten, die Stadt Gießen lebenswerter zu machen? Nils Seipel und Johannes Schmid von „flux – Stadtimpulse“ präsentierten die Ergebnisse. Auch die raumstation stellte vor, was sie in dieser Zeit erarbeitet hat.

Über 50 Leute haben sich in der Kantine für die Abschlussveranstaltung zusammengefunden. Das Publikum ist vom Alter her ziemlich durchmischt, darunter Studierende aber auch Personen aus Kultur und Politik. Seipel und Schmid, die im Rahmen ihres Projekts „flux – Stadtimpulse“ die Zwischennutzung ins Leben gerufen haben, stellen ihr Konzept vor. Sie wollen einen Transformationsprozess anstoßen, damit Gießen lebenswerter wird. Dabei stellen sie drei Aspekte heraus: Potenziale in der Stadt zu finden, Visionen zu entwickeln und Netzwerke zu pflegen und zu erweitern. „Netzwerke sind wichtig, um sich in einer Stadt wohl zu fühlen aber auch um den Handlungsspielraum zu vergrößern, denn alle Akteure haben unterschiedliche Kompetenzen, die sich gegenseitig befruchten können“, sagt Schmid. Mit der Kantine sollte ein physischer Ort geschaffen werden, an dem Personen und Gruppen sich treffen und kennenlernen können. „Uns war es auch ein Anliegen, Kulturschaffende mit Technikaffinen zusammenzubringen. Gruppen, die sonst nicht so zusammen kommen.“ Am Ende der sechs Wochen blicken sie zurück auf sechs Impulsabende, sechs Videoabende, vier „Skillshare“-Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmenden Fähigkeiten wie Löten oder Schneidern lernen konnten, vier Workshops sowie mehr als 155 Visionen, die Gäste auf drei Türme geschrieben haben. „Die Visionstürme werden wir online stellen, so dass alle, die wollen, damit weiterarbeiten können. Zudem stellen wir Visionsportfolios zusammen, die dann als pdf kostenlos heruntergeladen werden können. Das ist dann das, was in den Workshops erarbeitet wurde.“ Geplant ist außerdem ein visionärer Stadtrundgang, der aufzeigen soll, was an bestimmten Stellen in der Stadt möglich wäre. Auch mit der Arbeit an einer Offenen Werkstatt, an Urbanen Gärten sowie am Thema Mobilität soll es weitergehen. „Es wäre toll, wenn es uns gelingen würde, langfristig ein soziales Innovationszentrum zu etablieren“, resümiert Seipel.

Auch die raumstation, die Genossenschaft, die jungen Kreativen Co-Working-Spaces zur Verfügung stellen möchte, stellt ihre Ideen vor, die sie im Rahmen der Kantine erarbeitet hat: Im September 2017 soll eine Woche lang ein Kulturfestival stattfinden, für das es sogar schon einen Namen gibt, die „Gienale“. Den größeren Rahmen soll ein „Pop-Up-Town Festival“ bilden. Mehrere Wochen lang sollen verschiedene Leerstände in der Stadt bespielt werden, als Labor, in dem Ideen und Visionen realisiert werden können.

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