Kü-Ché bald in der Grünberger Straße

Flohmarkt im Garten der Kü-Ché

Die Kü-Ché, das „kulinarische Wohnzimmer Gießens“ gibt es inzwischen schon seit viereinhalb Jahren. Das Café auf Spendenbasis hat am Samstag einen Flohmarkt veranstaltet. Die Veranstaltungen in der Moltkestraße 11 sind jedoch gezählt, denn im Juli läuft der Vertrag mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), der das Gebäude gehört, aus. Dann muss die Kü-Ché raus.

„Wir werden in die Anschlussverwendung in die Grünberger Straße 22 umziehen. Wir können dort die Räumlichkeiten von der Raumstation nutzen“, erzählt Wiebke Strassemeyer, die gemeinsam mit elf weiteren Personen dafür sorgt, dass die Kü-Ché regelmäßig offen hat. „Mit dem neuen Semester Mitte April startet erst einmal die Übergangslösung: Zwei Tage in der Woche wird die Kü-Ché in der Anschlussverwendung sein, drei Tage wie gehabt in der Moltkestraße.“ Das Kü-Ché Team versucht täglich zwischen 15 und 19 Uhr zu öffnen. All jene, die Schichten übernehmen und einen Kuchen backen, sind ehrenamtlich dabei. „Uns ist es wichtig, dass es ein nicht-kommerzieller Ort bleibt. Das heißt, Leute können einfach her kommen, abhängen, arbeiten, lesen, jonglieren, was auch immer sie wollen. Und wenn sie mögen, können sie ein Stück Kuchen essen oder einen Kaffee trinken, ohne dass es festgesetzte Preise gibt“, erklärt Constanze Rubach, die seit den Anfängen dabei ist. Zusätzlich finden des Öfteren Veranstaltungen wie Konzerte, Filmvorführungen, Vorträge oder der „Sonntagsteller“ statt, bei dem alle Besuchenden etwas zu Essen beisteuern. Damit ist die Kü-Ché zum einem festen Bestandteil des Gießener Kulturlebens geworden. Der Ort ist außerdem bekannt für reichhaltige Buffets vegetarischer und veganer Speisen. Auch am heutigen Tage gibt es Snacks. „Ich bin zum ersten Mal da“, sagt eine Flohmarktbesucherin. „Die schöne, entspannte Atmosphäre überrascht mich, es fühlt sich total familiär an, wie zu Hause.“ Einige Grüppchen haben es sich im Garten bequem gemacht. „Ich mag die Offenheit der Menschen hier, dass es entspannt zugeht. Man kann sich einfach in diesen tollen Garten setzen, ohne etwas kaufen zu müssen“, sagt eine andere Person.

„Das hier ist ja nur eine Zwischenraumnutzung und es war klar, dass wir irgendwann raus müssen“, sagt Strassemeyer – trotzdem mit Bedauern. Dass sich das Konzept mit Spenden trägt, liegt auch daran, dass für die Räumlichkeiten nur Nebenkosten anfallen, aber keine Miete. „In der Regel können wir durch die Spenden die Einkaufskosten für das Essen und die Getränke decken.“ Strassemeyer hofft, dass das in der Anschlussverwendung ähnlich funktionieren wird. Der Mietanteil sei etwas höher als der derzeitige Nebenkostenbeitrag.

Leckeres selbstgemachtes Essen darf bei keiner Veranstaltung fehlen.

„In der Anschlussverwendung wird die Kü-Ché weiterhin auf Spendenbasis laufen. Uns ist es wichtig, dass es unkommerziell bleibt“, sagt Rubach. „Wir werden auch versuchen, weiterhin ein vielfältiges Programm zu bieten, auch wenn sich der Charakter der Kü-Ché durch die neue Räumlichkeit verändern wird. Schade ist, dass wir keinen Garten mehr haben werden.“ Immerhin sei der neue Ort aber zentral, werde neues Publikum anziehen und bessere Vernetzungschancen eröffnen. Die Kü-Ché wird in den Pop-Up-Shop integriert, wo man eigens hergestellte Produkte lokaler Start-Ups und KünsterInnen erwerben kann. „Wir sind gespannt, wie es wird, sich die Räumlichkeiten zu teilen. Dafür werden aber vielleicht auch noch mehr Leute von uns erfahren“, sagt Rubach. Der Gemeinschaftsgarten, der Foodsharing-Schrank und Free School Kurse, die die derzeitigen Räumlichkeiten der Kü-Ché nutzen, müssen sich jetzt auch nach neuen Orten umsehen.

Die Öffnungszeiten der Kü-Ché und alle zusätzlichen Veranstaltungen kündigt die Kü-Ché über ihre Facebook-Seite an. Alternativ kann man sich über kue-che@web.de auch für den Newsletter eintragen lassen.

 

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