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Schwarzfahren mit Kennzeichnung

Auf dem Weg zum Amtsgericht durch die Fußgängerzone...

Auf dem Weg zum Amtsgericht durch die Fußgängerzone…

Die Nachteile des motorisierten Individualverkehrs sind bekannt, obgleich sie nicht von Allen entsprechend gewichtet werden. Autos verschmutzen die Luft, machen Lärm, führen daher zu gesundheitlichen Belastungen und senken die Lebensqualität in der Innenstadt enorm. Dank der städtebaulichen Bevorzugung dieses Verkehrsmittels sind Fahrradfahrende und zu Fuß Gehende massiven Einschränkungen ausgesetzt und dürfen sich darüber hinaus tagtäglich die Tristesse der versiegelten Flächen vor Augen führen, wo die Massen parkender Autos den Platz für öffentliche Grünflächen wegnehmen oder Parkhäuser statt öffentliche Dachgärten gebaut werden. Aus dieser Perspektive liegt es nahe, den freien Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu fordern, um den motorisierten Individualverkehr in seine Schranken zu verweisen und zudem Personen jeglicher Milieus die gesellschaftliche Teilhabe in Form von Mobilität zu ermöglichen. „Freie Fahrt für alle Menschen“ fordern daher Aktivist_innen, die sich einer bestimmen Form von Direkter Aktion bedienen: Dem Schwarzfahren mit Hinweisschild. Sie nutzen damit eine Gesetzeslücke.

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Zum Weltbodentag: Eine andere ökonomische Betrachtung des Bodens ist notwendig

Was Leerstand mit den Eigentumsverhältnissen des Bodens zu tun hat, erklärt Mühlleitner

Was Leerstand mit den Eigentumsverhältnissen des Bodens zu tun hat, erklärt Mühlleitner.

Boden ist ein wichtiger Produktionsfaktor. Während die Klassische Wirtschaftstheorie die Produktionsfaktoren Arbeitskraft, Kapital und Boden benennt, sind es in der Neoklassik, die heute allgemein anerkannte Wirtschaftstheorie, nur noch Kapital und Arbeit. Boden wird also zum Kapital gezählt und damit seine Besonderheit übersehen: Boden ist nicht vermehrbar. Weil er aber trotzdem wie andere Waren behandelt wird, kommt es zu Spekulation, Leerständen und einem zunehmenden Flächenverbrauch. Daniel Mühlleitner, Umweltökonom an der Justus-Liebig-Universität, erklärt im Interview, warum er eine andere ökonomische Sichtweise auf den Boden schon längst für überfällig hält. Weiterlesen →

„Durchhalten und weiter suchen“

WC-SchildÖffentliche Toiletten spalten die Gemüter: Es gebe zu wenige von ihnen, sagen die einen – sie sind zu ekelig, als dass man auch nur in Erwägung ziehen könnte, sie zu benutzen, sagen die anderen. Frei zugänglich sollten sie sein, fordern die einen. Die anderen sind der Überzeugung, nur das, was Geld kostet, werde auch wertgeschätzt. Zum Welttoilettentag ein Blick auf die stillen Örtchen dieser Stadt.

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